D wie Distribution - App Entwicklung A-Z


Christina Canclini

Ist eine App fertig entwickelt, soll sie der Zielgruppe zugänglich gemacht werden. In den meisten Fällen geschieht dies über die bekannten Vertriebsplattformen von Apple und Google, von wo aus die Nutzer gewünschte Apps einfach auf ihren Geräten installieren können. Wie gelangt aber die vom Entwickler fertig erstellte App in den App Store oder den Play Store?

Vorausgesetzt werden Accounts in iTunes Connect bzw. Google Play Console, wo die Apps hochgeladen werden. Mit entsprechenden, lokal gespeicherten Zertifikaten / Private Key lassen sich die erstellten Apps signieren und publizieren und Updates einspielen. Diesen umständlichen Prozess haben wir mit einer eigenen Buildserver-Lösung (continuous integration) automatisiert. Damit sparen wir einerseits eine Menge Zeit und wir haben anderseits die Möglichkeit geschaffen, dass Updates durch beliebige Personen im Entwicklungsteam veröffentlicht werden können.

Doch bereits in der Entwicklungsphase muss die aktuelle Version der App ausführlich getestet werden. Und vor dem Release soll eine Beta-Version nochmals von einem geschlossenen Benutzerkreis umfänglich getestet werden. Solche Testversionen lassen sich aber nicht über die Appstores verteilen. Zwar gibt es Plattformen wie TestFlight oder TestFairy wo sich Beta-Apps distribuieren lassen, da aber jeder Testnutzer einen eigenen Zugang benötigt, nutzen wir diese nur in Projekten, die mit regelmässigen Updates weiterentwickelt werden.

Eine Alternative bietet ein Apple Enterprise Account, die Auflagen von Apple sind aber relativ strikt und Apps dürfen nur zu Test- oder internen Zwecken verteilt werden. Mit unserer eigens entwickelten Lösung, dem Inhouse Store können wir unsere Apps an beliebige Testuser distribuieren. Über diesen mit Benutzername und Passwort geschützten Webshop können wir zudem für Kunden entwickelte Apps, welche nur für geschlossene Benutzergruppen zugänglich sein sollen, effizient und automatisiert verteilen.